Ein bisschen mehr Gesundheit für die Ärmsten der Welt
Die Lebenserwartung auf Haiti liegt bei der niedrigsten der Welt. Kaum woanders ist die Säuglings- und Kindersterblichkeit so hoch wie auf Haiti, nirgendwo sterben so viele Mütter im Kindbett.
Infektionskrankheiten, Unter- und Fehlernährung, Malaria, Aids, Tuberkulose sind die allgegenwärtigen Geisseln, die die Gesundheit der Menschen täglich aufs Neue bedrohen. Zudem wird Haiti regelmässig von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Eine ständige Bedrohung sind tropische Wirbelstürme sowie verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche. Das katastrophale Jahrhundert-Erdbeben im 2010 forderte über zweihunderttausend Todesopfer und mehr als eine Million Obdachlose. Auf Haiti gibt es kaum Arztpraxen, da kaum jemand eine Arztrechnung bezahlen könnte. So genannte Dispensaires (Ambulatorien) erfüllen auf Haiti ähnliche Funktionen wie bei uns die Arztpraxen. Für die Untersuchung, Diagnose, Behandlung und den Bezug von Medikamenten bezahlen die Patienten einen Franken pro Besuch. Täglich suchen eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten in jedem der Dispensaires Rat und Hilfe, mehrheitlich Mütter mit ihren Kindern. Die « Fondation Suisse-Santé-Haiti» betreibt im Einzugsgebiet des Hôpital Albert Schweitzer im Artibonite-Tal auf Haiti, die beiden Dispensaires in Plassac und Deslandes. Rund 50'000 Einwohner erhalten so eine minimale medizinische Grundversorgung.




